Bausystem von Steico erhält Passivhaus-Zertifizierung

25. April 2014, 14:01
Passivhaus mit Produkten von Steico

Systemanbieter Steico hat sein komplettes Bausystem vom Passivhaus Institut zertifizieren lassen. © Steico

Das Steico Bausystem ist nun als Komponente nach den Standards des in Darmstadt tätigen Passivhaus Instituts Dr. Wolfgang Feist zertifiziert. Die konstruktive Basis des Bausystems bilden die Stegträger Steicojoist für Dach- und Deckenkonstruktionen sowie Steicowall als Wandstiel. Der schlanke Steg stellt eine geringe Wärmebrücke dar, so dass sich Stegträger vor allem für besonders energieeffiziente Konstruktionen empfehlen.

In hoch belasteten Bereichen wie beispielsweise im Hauptträger findet das Furnierschichtholz Steico LVL Verwendung. Abgestimmt sind die Holzfaser-Dämmstoffe: Von flexiblen Dämmmatten über Holzfaser-Einblasdämmung bis hin zu Unterdeck- und Putzträgerplatten.

Wirtschaftlichkeit im Fokus
Ein Passivhaus soll nicht nur dauerhaft die Energiekosten senken, es soll auch wirtschaftlich zu errichten sein. In dem Zertifizierungsbericht über die  Komponenten des Feldkirchener Unternehmens finden sich praxisgerechte Lösungen, bei denen schlanke Konstruktionen mit geringem Materialeinsatz zum Einsatz kommen. Die Stegträger sind die idealen Bauteile für Konstruktionen mit höchster Energieeffizienz. Der schmale Steg aus natürlichen Hartfaserplatten sorgt für eine hohe Belastbarkeit des Bauteils und begrenzt gleichzeitig den Wärmedurchgang.

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Durch die Zertifizierung wird sichergestellt, dass die hohen Qualitätsanforderungen des Passivhaus-Standards erreicht werden. Nicht nur Gebäude können Zertifizierungen erhalten, sondern auch Produkte und Detaillösungen. © Passivhaus Institut

Auf diese Weise lässt sich der U-Wert der Rahmenkonstruktion mit Steicojoist bis zu 70 Prozent verbessern. Die Konstruktionen sind zudem darauf ausgelegt, dass sie die Passivhaus-Kriterien auch ohne zusätzliche Installationsebene erfüllen. Das reduziert wiederum die Anzahl der benötigten Schichten in der Konstruktion und sorgt für eine wirtschaftliche Bauweise.

Sämtliche Dämmstoffe sind diffusionsoffen und unterstützen ein gesundes Wohnklima. Ein weiterer Pluspunkt einer komplett diffusionsoffenen Gebäudehülle ist das hervorragende Feuchtmanagement, wodurch die gesamte Konstruktion sicherer gegen Feuchteschäden geschützt wird. Darüber hinaus bieten sie einen besonders effektiven sommerlichen Hitzeschutz – ein Aspekt, der im Passivhaus besondere Bedeutung hat. Zum Gewinn solarer Wärmeeinträge im Winter sind Passivhäuser meist nach Süden orientiert. Damit steigt auch die Gefahr der Überhitzung im Sommer. Gefordert sind also Bauprodukte mit hoher Wärmespeicher-Kapazität und einer entsprechenden Trägheit beim Wärmedurchgang. Mit einer Wärmespeicherkapazität von 2.100 J/(kg*K) können die Dämmstoffe selbst im Hochsommer die Hitze bis in die Abendstunden hinein „puffern“. So dämmt das Bausystem nicht nur im Winter sondern trägt auch wesentlich zu kühleren Räumen im Sommer bei.

Mit der Zertifizierung als Komponente nach den Standards des Passivhaus Instituts ist ein umfangreicher Zertifizierungsbericht verbunden. Dieser enthält praxisgerechte Lösungen für die gesamte Gebäudehülle – von Dach- und Wandanschlüssen über Deckenanschlüssen bis hin zu Eckenausbildungen oder den Einbau von Fenstern und Türen. Exakte Aufbaubeschreibungen, Konstruktionszeichnungen und Wärmebrückberechnungen bilden die Basis für sichere, energieeffiziente Konstruktionen. Ergänzende Aspekte wie Luftdichtheits-Anforderungen runden den Zertifizierungsbericht ab.

Das Passivhaus Institut ist ein unabhängiges Forschungsinstitut unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Feist und besetzt eine internationale Spitzenpsoition in der Forschung un der Entwicklung von Baukonzepten, Baukomponenten, Planungswerkzeugen sowie in der Validierung bei besonders energieeffizienten Gebäuden. Quelle: Steico / bba

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