Netzwerk analysiert Mehrkosten vom Plusenergiehaus

14. Juli 2014, 17:26
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Plusenergiehaus in Eußenheim. © Werner Haase

Antje Bergmann vom Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Bauphysik hat Zahlen zu den Mehrkosten vorgelegt, die durch Plusenergiebauweise bei den Projekten im Vergleich zur Bauweise KfW Effizienzhaus 70 entstanden sind. Ingesamt machen die Mehrkosten zwischen 230 und 325 Euro pro Quadratmeter aus. Bei der Gebäudehülle beliefen sich die Mehrkosten auf zwischen 50 und 80 Euro mehr.

Bei der Lüftung sind es zwischen 30 und 50 Euro, bei Wärmepumpen zwischen 35 und 50 Euro. Vergleichsmaßstab war hier ein Brennwertkessel. Die Mehrkosten für Elektrogeräte schlagen mit zwischen 5 und 10 Euro zu Buche. Fachleute gehen davon aus, dass eine positive Energiebilanz nur mit sehr energiesparsamen Hausgeräten zu erreichen ist. Photovoltaik kostet im Plusenergiehaus nochmal 80 bis 90 Euro pro Quadratmeter, eine Batterie zwischen 30 und 35 Euro. Das dürfte noch niedrig gerechnet sein. „Wir sind von Blei-Akkus ausgegangen, Lithium-Ionen-Akkus wären noch teurer“, so Bergmann.

An den Plusenergiehäusern in Lüneburg und Eußenheim hat Bergmann gezeigt, dass es bei der Energiebilanz keinen Unterschied zwischen Hightech und Lowtech gab. In Lüneburg wird mit die Heizung ohne Wärmeerzeuger über eine Strom-Direktheizung beheizt, und die dezentrale Warmwassererzeugung erfolgt auch mit Strom, also insgesamt gibt es keine aufwändige Energieumwandlung und Speicherung. In Eußenheim gibt es Röhrenkollektoren mit Solar-Absorber und einen Eisspeicher sowie eine zentrale Lüftungsanlage, also eine sehr viel komplexere Gebäudetechnik. pgl

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