Sanierung zweier Reihenmittelhäuser aus den 1930er Jahren

4. März 2014, 14:43

Beim Effizienzhaus-Plus-Projekt der Wohnungsgesellschaft Nuwog in Neu-Ulm geht es um eine Bestandssanierung. Umgebaut werden zwei Reihenmittelhäuser aus den 1930er Jahren. Vorgestellt wurde auf der Fachmesse Bautec Anfang 2014 eines der beiden Konzepte, die sich in einem Wettbewerb durchgesetzt haben. Verantwortlich sind das Planungsbüro ina, o5 Architekten und ein Team der TU Darmstadt.

Die Planung hat Umbrüche hinter sich. So ging man im ersten Entwurf noch davon aus, die Gebäude mit einer Grundwasser-Wärmepumpe versorgen zu können. Bohrungen haben aber ergeben, dass der Untergrund dafür nicht geeignet ist. So arbeitet man nun mit Wärmekörben, die Erdwärme nutzen sowie Wärmepumpen.

Bei der Gestaltung der Fassade hat die Energiebilanz über die Standzeit des Gebäudes eine Rolle gespielt: „Die Idee war es, bei der Fassade durch komplett mineralisches Material die Entsorgung zu vereinfachen“, so Planer Joost Hartwig. Im Inneren wurde der Gebäudegrundriss stark verändert, um zu einer großzügigeren Raumaufteilung zu kommen.

Der Heizwärmebedarf der sanierten Gebäude soll künftig bei 30,98 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kW/m2a) liegen und wäre damit für Häuser dieser Baualtersklasse beispielhaft. Vorher haben die Häuser mit drei Wohnungen mehr als 500 kW/m2a benötigt.

Über das Jahr wird es ein Energieplus geben, dennoch müssen je nach Jahreszeit bis zu 23 Prozent des Strombedarfs aus dem Netz kommen. „Wir denken über einen Batteriespeicher von 20 kW nach“, so Hartwig. Die Umbaukosten sind mit knapp 1.600 Euro pro Quadratmeter hoch, im Rahmen von Forschungsprojekten aber nicht unüblich. Im Herbst 2014 sollen die Mieter in die sanierten Wohnungen einziehen können. Quelle: EnBauSa.de / pgl

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